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Manche Wege sucht man sich nicht aus.

Ein Weg, der nicht geplant war – aber zu mir passt

Bestatterin zu werden, war kein Berufswunsch, den ich schon immer hatte. Mein Weg dorthin begann ganz woanders – mit Gestaltung, Kommunikation und vielen Jahren Selbstständigkeit. Und irgendwann mit einem Verlust, der mein Leben verändert hat.

Erst einmal ging es ums Gestalten

Ich habe ursprünglich Schauwerbegestalterin gelernt, später in einer Werbeagentur und als Dekorateurin gearbeitet und schließlich viele Jahre eine Internetagentur mit aufgebaut und geführt.

Gestaltung, Ideen entwickeln, genau hinschauen und herausfinden, was zu einem Menschen oder einer Situation passt – all das hat mich also schon lange begleitet. Nur dass ich damals noch nicht ahnte, dass ich diese Fähigkeiten irgendwann an einem ganz anderen Ort brauchen würde.

2018 habe ich meine Internetagentur geschlossen. Nach vielen Überlegungen, Zweifeln und ziemlich vielen schlaflosen Nächten wusste ich irgendwann: Es ist Zeit für etwas Neues.

Dann wurde der Tod plötzlich Teil meines eigenen Lebens

Lange war der Tod für mich etwas, das irgendwie zum Leben gehört – aber doch eher zum Leben der anderen. Bis ich selbst meinen Mann verlor.

Von einem Moment auf den anderen fehlte der Mensch, der mein Mann, mein bester Freund, Geschäftspartner, Geliebter und Ratgeber gewesen war. Da waren Trauer, Wut, Angst und eine große Leere.

Und gleichzeitig gab es etwas, das ich tun konnte.

Der Abschied wurde zu etwas, das ich gestalten konnte

Ich begann, seine Trauerfeier zu planen. Nicht, weil ich das Gefühl hatte, es tun zu müssen. Sondern weil ich wollte, dass dieser Abschied etwas von ihm erzählt.

Ich gestaltete die Urne, suchte Musik aus, schrieb Texte, entwarf die Karten und wählte die Blumen. Aus vielen einzelnen Entscheidungen entstand nach und nach ein Abschied, der sich für mich richtig anfühlte.

Rückblickend weiß ich, wie wichtig dieses Tun für mich war. In einer Situation, in der ich das Entscheidende nicht ändern konnte, konnte ich meinem Mann noch etwas mitgeben. Ich konnte gestalten, erinnern und handeln.

Ein Abschied darf vom Leben erzählen

Einige Jahre später starb erneut ein Mensch, der mir sehr nahestand. Wieder wurde mir bewusst, wie viel es bedeuten kann, wenn eine Trauerfeier nicht nur vom Tod erzählt, sondern auch vom Leben.

Es wurde geweint – natürlich. Aber es wurde auch erzählt, erinnert und gelacht. Menschen gingen traurig nach Hause und nahmen gleichzeitig viele lebendige Bilder dieses Menschen mit.

Genau diese Erfahrung hat sich bei mir festgesetzt: Eine Bestattung muss nicht möglichst außergewöhnlich sein. Aber sie darf erkennen lassen, um wen es eigentlich geht.

Aus eigener Erfahrung wurde irgendwann mein Beruf

Mein eigener Verlust allein hat mich nicht zur Bestatterin gemacht. Aber er hat meinen Blick verändert. Dazu kamen meine Erfahrungen aus der Hospizarbeit, meine Freude am Gestalten und immer stärker das Gefühl, Menschen genau in dieser besonderen Zeit begleiten zu wollen.

So entstand valediction.

Heute kann ich vieles von dem verbinden, was vorher scheinbar überhaupt nicht zusammengehörte: Kreativität und Organisation, Gespräche und Gestaltung, Sachlichkeit und Nähe.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mich bei meiner Arbeit häufig eher als Begleiterin denn als Bestatterin erlebe.

Was davon heute geblieben ist

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie fremd sich die Zeit nach einem Verlust anfühlen kann. Aber ich weiß auch, dass keine Trauer der anderen gleicht und dass ich nicht wissen kann, wie es sich für einen anderen Menschen anfühlt.

Meine eigenen Verluste geben mir deshalb keine Antwort auf die Trauer anderer. Aber sie geben mir eine Ahnung davon, wie sehr ein Verlust das Leben aus dem Gleichgewicht bringen kann – und wie wichtig es sein kann, jemanden an der Seite zu haben, der zuhört, aushält und nicht vorschnell weiß, was jetzt richtig ist.

Deshalb zeige ich Möglichkeiten, frage nach und lasse Dingen Zeit, sich zu entwickeln. Manches braucht Mut. Manches braucht einfach jemanden, der sagt: Das können wir so machen.

Ihr Tempo ist mein Tempo.

Meine Grundwerte

Ich bin für Sie erreichbar

Rufen Sie mich einfach an. Ich bin jederzeit für Sie erreichbar und komme gern zu Ihnen nach Hause.

Natürlich können wir uns auch in meinem Ladenbüro in der Bölschestraße 116 in Berlin-Friedrichshagen treffen. Da ich viel unterwegs bin, vereinbaren Sie dafür bitte kurz vorher einen Termin.